Nur der schlechte Markt ist ein guter Markt

27. December 2007, 17:37:49

Von Christoph Breuninger

Unsere Zeit stellt uns vor eine Reihe von schwierigen Herausforderungen, angefangen von sozialer Ungerechtigkeit in Deutschland und global über ökologische Probleme bis hin zu sinkender subjektiver Lebensqualität trotz steigender Produktion und steigendem Konsum. Besonders aus Richtung der Wirtschaftswissenschaften hört man oft die These, die Probleme seien zu bewältigen, wenn der freie Markt besser funktionieren würde, was heißt: wenn man ihm staatlicherseits weniger Hemmnisse entgegenstellen würde, höchstens an der einen oder anderen Stelle einen Rahmen setzen. (Weiterlesen »)

Moral Hazard zum Anfassen

17. December 2007, 18:56:27

Hier ist der ultimative Businessplan für Studenten zur Weihnachtszeit, für alle die sich mit den Feiertagszuschlägen nicht zufrieden geben. Der ZG empfiehlt Robert Gernhardt - eine ökonomische Weihnachtsgeschichte:

Die Falle von Robert Gernhardt

Anmerkung der Redaktion: Na dann, frohe Weihnacht!

Warum wir mehr linke Ökonomen brauchen

16. December 2007, 05:38:32

Von Matthias Weber

Während es in der Sonntagsfrage und bei der Beliebtheit der Politiker in den letzten Jahren Aufs und Abs gab, gab es bei sämtlichen Meinungsforschungsinstituten bei einer Frage immer das selbe Ergebnis. Auf die Frage, nach der wirtschaftlichen Kompetenz gibt die Mehrheit der Bürger an, die CDU wirtschaftlich für kompetenter zu halten als die SPD.

(Weiterlesen »)

“Microeconomics 101″

10. December 2007, 23:33:52

Are you reading a book of 981 pages written by Mas-Colell in these days?

Have an intermission and if it’s needed, refresh your basic microeconomic skills with this:

The ten principles of economics

This post was sponsored by the ZG-initiative “Humor in lecture halls is not forbidden!”

Äpfel und Bananen: Was nützen sie wirklich?

6. December 2007, 15:48:48

Vorspiel: Zwei Cowboys in Edgeworth-Town

Es ist Mittag, high noon, und zwei Gestalten nähern sich von zwei Seiten dem leergefegten Marktplatz; es sind zwei Cowboys, deren Blicke argwöhnisch über den Platz wandern. Der eine, A, trägt einen Korb voll mit Äpfeln, während der andere – er heisst B - einige Bananen mitgebracht hat.

Es wird getauscht. Zuerst wollen beide – entsprechend ihrer Isonutzenkurven – 4 Äpfel gegen 5 Bananen tauschen. Aber dann erinnert sich Cowboy A an eine Bekanntmachung im Saloon, auf der sich die örtliche Schönheit für Bananen stark machte. (Weiterlesen »)

Corporate Social Responsibility - eine kritische Betrachtung

6. December 2007, 14:51:17

Von Christian Schmidt

Viele Firmen und Konzerne merken, dass ihr Ansehen in der Öffentlichkeit nicht mehr makellos ist. Skandale, Steuerhinterziehung, Schwarzgeldkonten und Lustreisen. Hinzu kommt der Trend, der vor allem an Stammtischen laut diskutiert wird, dass die großen Bosse immer mehr verdienen, während der normale Arbeiter einen Reallohnverlust hinnehmen muss. Es braucht einen Weg, diesem Imageverlust in der Öffentlichkeit Einhalt zu gebieten. Zu zeigen, dass der Konzern fair zu seinen Angestellten ist, dass er sich um die Umwelt sorgt, dass er die Belange der Stakeholder ernst nimmt. (Weiterlesen »)

Wenn man Gebühren erhebt, kommt Geld rein! Teil 2

4. December 2007, 19:10:50

Von Johannes Vatter

Liebe Studenten/innen, wir sind alle aufgefordert, die Fachschaft mit sinnvollen Vorschlägen zur Verwendung der Studiengebühren bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Ausgangsfrage lautet: Wie setzen wir die zusätzlichen Mittel zielführend und ökonomisch ein? Um meinerseits etwas zu dieser Debatte beizutragen, möchte ich mit einer Annahme beginnen: Gehen wir davon aus, dass das Geld den Studenten zu Gute kommen und somit auf eine „Verbesserung der Lehre“ ausgerichtet sein soll. Die Qualität der Lehre kann gemessen werden, wer hätte es gedacht, anhand der Ableitung des Humankapitals nach der Arbeitszeit und dem Kapitaleinsatz eines durchschnittlichen Studenten. Akkumuliert eine Studentin viel Humankapital während einer Veranstaltung, spricht dies für eine hohe Qualität der Lehre. Muss hingegen viel an Anstrengung erbracht werden, um die eigene Qualifikation zu erhöhen, kann von einer bescheidenen Performance im Lehrbereich ausgegangen werden (auf eine ausführliche Definition von Humankapital wird aus Platzgründen verzichtet). Welche Faktoren sind nun aber entscheidend für die Höhe dieser Ableitung? Nach kurzem Innehalten komme ich auf fünf: Qualifikation und Motivation der Lehrkräfte(1+2) wie auch der Studenten (3+4) und die physischen Rahmenbedingungen der Universität (5). Freies Nachdenken über jene Knappheiten ergab folgenden Katalog von Investitionsoptionen:

(Weiterlesen »)

Professor Vanberg über Hayek, soziale Gerechtigkeit und die Beatles

2. December 2007, 22:14:30

Zunehmender Grenznutzen: Herr Professor Vanberg, als einer der erfahrensten Professoren unserer Fakultät haben Sie die Ehre einen ersten Beitrag für den „Zunehmenden Grenznutzen“ zu leisten. Wie geht es Ihnen heute Morgen?

Vanberg: Es kommt auf Ihren Maßstab für Erfahrung an. Mir geht es gut, danke.

ZG: Nun, Sie haben bereits an vielen Orten gearbeitet und gewirkt, in Mannheim, Berlin, in den Vereinigten Staaten, seit 1995 hier in Freiburg. Bevor Sie Ökonom wurden, haben Sie sich als Student aber mit der Soziologie auseinandergesetzt. Warum?

Vanberg: Zu meiner Schulzeit war ich eigentlich naturwissenschaftlich interessiert. Dann habe ich mich im Rahmen eines Referats mit Marx beschäftigt. Zwar konnte ich mich nicht nachhaltig für diese Ideen begeistern, aber mein Interesse an gesellschaftlichen Fragen war so sehr geweckt, dass ich mich dazu entschloss Soziologie zu studieren. Mein Lateinlehrer war sehr entsetzt als er von meiner Entscheidung erfuhr: „Herr Vanberg, studieren Sie doch nicht so ein absurdes Fach, studieren Sie etwas ordentliches, studieren Sie Latein!“ Ich bin seinem Ratschlag aber nicht gefolgt…

ZG: Wie kam es, dass Sie sich mit der Zeit den Wirtschaftswissenschaften angenähert haben?

(Weiterlesen »)

Wenn Zwei sich streiten, schweigt der Dritte…

2. December 2007, 21:49:18

In der SZ-Serie „Schwarz-Rot-Grau / Altern in Deutschland“ erschien in der Wochenendausgabe vom 10. November ein Streitgespräch, in dem es hauptsächlich um die Zukunft der Pflegeversicherung ging. Die drei Kontrahenten Klaus Fussek (Sozialpädagoge), Norbert Blüm (Arbeitsminister im Ruhestand) und „unser“ Bernd Raffelhüschen lieferten sich dabei einen offenen Schlagabtausch, bei dem vor allem Blüm und Raffelhüschen sich zunächst nichts schenkten:

(Weiterlesen »)

Wenn man Gebühren erhebt, kommt Geld rein! Teil 1

2. December 2007, 21:06:37

Von Johannes Vatter

Besonders interessiert hat es ihn ja nicht, den Durchschnitts-VWLer. Unpolitisch wie er ist, wusste er nicht so recht wie er zu den Gebühren stehen sollte. Die vorherrschende Meinung unter graduierten Ökonomen ist bekannt: Gebühren heizen den Wettbewerb der Universitäten um die besten Studenten an, führen zu einer breiteren Finanzierungsbasis des Hochschulwesens und überhaupt, die positiven Externalitäten eines Studiums sind kaum empirisch nachzuweisen! (Weiterlesen »)