Besseres Marketing für unsere Marktwirtschaft
Liebe Leserinnern und Leser,
um die Angst vor Monstern zu verringern, möchte auch die Redaktion dazu beitragen, das Image der Marktwirtschaft durch ein besseres Marketing voranzubringen!
Als Montagshinweis dazu ein Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit Josef Ackermann.
Einen guten Start in die Woche!
Dieser Beitrag wurde geschrieben am 18. May 2008 um 00:04:04 und abgelegt unter Der ökonomische Montagshinweis, Die Redaktion empfiehlt:. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.
danke fuer den link. obwohl ich natuerlich aehnlich denke wie ackermann (jahrelanger ökonomischer gehirnwaesche sei dank
) finde ich die idee nicht wenig interessant zu sagen, die marktwirtschaft wuerde sich mit der zeit sonderbar verändern. ich denke da an eines von vielen beispielen ueber das verhalten in komplexen systemen. ich habe mal einen artikel ueber das spiel GTA3 gelesen. dort rennt man in einer grossen stadt herum und hat viele freiheiten im handeln. man kann auto und motorrad fahren, im waffenladen waffen klauen, auf haeuser klettern und wie es sich fuer ein spiel gehoert auch schiessen. dabei kann man auch passanten erwischen. das war so von den entwicklern auch angedacht. um dem spieler freiheiten zu geben muss er eben auch in der lage sein unrecht zu tun. sonst kommt man sich bevormundet vor. man darf zu schnell fahren ohne verhaftet zu werden und muss ampeln nicht beachten etc. nach einiger zeit auf dem markt trieb diese idee aber ganz absonderliche blueten. da es unter den passanten auch frauen und kinder gab (von den entwicklern wahrscheinlich einfach zur abwechslung platziert) gab es dann leute, die frauen und kinder mit autoblockaden einsperren und dann massenweise abmetzelten. das ist natuerlich sehr bedenklich und war so von den entwicklern sich nicht vorgesehen. so wurde das spiel glaube ich verboten. dieses verbot haette keiner vorhergesagt (zumindest nicht wegen kinder-gemetzel). was soll uns diese lange geschichte sagen ? anwender finden in komplexen systemen mit hinreichender freiheit oft moeglichkeiten diese systeme in einer weise zu nutzen, wie sie nicht gedacht war. erst lange lange zeit später entwickeln sich solche veraenderungen. und in dieser logik ist es denkbar dass etwa heute durch marktwirtschaft einige wenige sehr reich wurden und daher arme arbeiter nicht an dem gewinn teilhaben lassen muessen sondern weiterhin geringe löhne zahlen koennen. dadurch geraet das gigantische anreizsystem der martwirtschaft ins wanken und und und…. keine ahnung was dann passiert, ich halte es auch nicht fuer wahrscheinlich aber allein die idee ist interessant. so, wer bis hierhin gelesen hat darf sich jetzt einen keks nehmen !
Geschrieben am 19. May 2008 um 10:18:03 | Permalink